03.11.2015 9:07

Innovation im Handwerk

Hintergründe - Hindernisse - Hinweise

Innovativ ist was neu ist? Aber ist alles was neu ist, auch innovativ? Was eigentlich ist Innovation und wie funktioniert sie? Was macht ein innovativer Unternehmer mit seinem Vermögen, Neues zu erfinden? Und welche Schritte sind abseits der ausgetretenen Pfade empfehlenswert? - Gedanken über eine unbezahlbare Ressource: Innovation.

Es gibt einen Unterschied zwischen Handwerk und Industrie, der jedem sofort einleuchtet: Industrie fertigt in Serie, Handwerk nicht.

Sicher sind die Zeiten lange vorbei, in denen es jedes handwerkliche Erzeugnis nur als Unikat gab, und längst verwischen sich die Grenzen beider Wirtschaftsbereiche. Doch das Grundprinzip blieb erhalten: Handwerker entwickeln individuelle Auftragslösungen für sehr konkrete Kundenwünsche. Eine Branche, die sich so definiert, kann ohne kreatives Potenzial nicht überleben. Deshalb gehören Handwerk und Innovation untrennbar zusammen.

Und doch: Das Phänomen Innovation entzieht sich rasch seinem Betrachter. Die Frage „Sind Sie innovativ?“ werden die meisten Unternehmer gerne bejahen. Auf „Was ist Innovation?“ werden die meisten antworten: „Das, was neu ist.“ Welche Antwort aber können die meisten Unternehmer noch geben, wenn sie sagen sollen, wann sie zuletzt einen Einfall auf dem Markt etablieren konnten, den konkurrierende Betriebe noch nie hatten?

Innovation lässt sich nicht nach Bedarf aus- und anknipsen - obwohl genau das die beste Lösung wäre. Umso mehr ist Innovation und der Umgang mit ihr ein Thema für jeden Unternehmer. Deshalb haben wir - stellvertretende für viele - einen gefragt, der zum Thema Innovation einiges erzählen kann. Und wir haben uns theoretisch mit dem Phänomen der Innovation ausgesetzt und einige praktische Tipps zum Umgang damit ergänzt. Innovationen wären nicht innovativ, wenn der Umgang mit ihnen vorhersagbar wäre. Deshalb lässt sich keine Kurzanleitung „Innovation für Anfänger und Fortgeschrittene“ verfassen, die erklärt, wie sich gute Ideen am schnellsten auf dem Markt durchsetzen lassen. Einige Hinweise sind aber trotzdem möglich.

In der Theorie klingt alles ganz einfach. Klassisches Innovationsmanagement gliedert sich in drei Phasen: In der Impulsphase beobachten innovative Unternehmer den Markt, auf dem sie aktiv sind oder aktiv werden möchten und machen sich mit Technologien vertraut, die sie für zukunftsträchtig halten. Mit der darauf folgenden Bewertungsphase finden die Innovatoren heraus, ob die in der Impulsphase identifizierten Techniken für sie tatsächlich anwendbar sind und ob sie dem eigenen Unternehmen Vorteile bringen.

In der abschließenden Phase des Technologietransfers vollzieht sich die technische Umsetzung einer Idee - von der Anwendung erster praktischer Erkundungen bis hin zur Serienreife eines Produkts.

Norbert Durst Teamleiter Technik und Umwelt, Innovationsberater der HWK Stuttgart Telefon 0711 1657-266 Telefax 0711 1657-864 norbert.durst@hwk-stuttgart.de

 

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