02.03.2015 10:01

Schaff Dein eigenes Ding, dann hast Du auch Erfolg

Bereits vor gut zwei Jahren berichteten wir mit einem spannenden Interview über das neuartige Konzept Zeit.Raum. und der Idee Seminar- und Coachingräume zur Vermietung anzubieten und die beiden Gründerinnen Eva Böhme und Maria Antonietta Schloemer. Heute fragen wir erneut nach und sind gespannt, wie sich das Projekt und die Geschäftsidee entwickelt hat.

der Handwerker Magazin: Hat sich das Konzept Zeit.Raum seit Ihrem Start verändert und wenn ja, wie und warum?

Ich würde nicht sagen, dass es sich verändert hat, ich denke man darf hier viel eher von „erweitert“ sprechen. Wir haben z.B. am Anfang gedacht, dass es sich bei unserer Arbeit ausschließlich um die Raumvermietung handeln wird, es zeigt sich aber, dass mehr und mehr auch Coachings von uns gefragt sind. Frau Schloemer und ich bieten Doppelcoachings an, d.h. zwei Coaches ein Klient. Durch diese ungewöhnliche Methode, werden in einer Stunde unglaubliche Ergebnisse erzielt. Auch gibt es viele Veranstaltungen die wir so gar nicht eingeplant hatten. Die Events, die in unseren Räumen stattfinden reichen von Hochzeit über Modenschau hin zur Produktschulung oder Teambildungen, da wird es einem ganz sicher nicht langweilig. Wir mögen beide die Abwechslung und die tägliche Arbeit mit vielen verschiedenen Menschen. Wir haben ja von Anfang an die Absicht gehabt, die Zielgruppe nicht zu sehr einzugrenzen, also können uns die Kunden mit immer neuen kreativen Ideen überraschen und gemeinsam gestalten wir etwas Neues. Das macht am meisten Spaß. Ich würde sagen unser Konzept verändert sich immer, dadurch ist es ja lebendig.

der Handwerker Magazin: Inwiefern würden Sie von einem Erfolgsmodell sprechen?

Ja, ich denke tatsächlich, dass wir mit dem Zeit.Raum ein Erfolgsmodell kreiert haben. Die meisten Menschen, die regelmäßig auf Schulungen und Vorträgen sind, schätzen unsere Atmosphäre sehr. Wir unterscheiden uns sehr von normalen Tagungshotels. Die Ruhe, die vielen Lounge -Bereiche und auch unser persönlicher Service unterstützen Begegnung und Austausch. Die Menschen können sich einmal außerhalb der alltäglichen Büroatmosphäre begegnen, das verändert viel im Team. Die Feedbacks der Kunden zeigen, dass dies sehr geschätzt wird und zum wieder kommen einlädt. Wir bieten also eine Arbeitsumgebung die viel Gemütlichkeit und Zuhause Gefühl mitbringt, das scheint den Nerv der Zeit zu treffen. Auch die Coachingräume werden mehr und mehr angenommen und von verschiedensten Coaches und Beratern genutzt. Das professionelle und doch sehr sympathische Umfeld bietet der Beratungsarbeit die perfekte Basis für eine vertrauensvolle und erfolgreiche Arbeit mit dem Klienten. Die Menschen sehnen sich nach Begegnung und arbeiten außerhalb des Leistungs- und Konkurrenzdenkens, dafür ist der Zeit.Raum perfekt konzipiert. Das beste Feedback dafür, dass dieses Konzept Zukunft hat ist wohl, dass wir ziemlich oft gefragt werden, ob es uns schon in anderen Städten gibt. Vielleicht ist das ja eine Idee für die nächsten Jahre. ;)

der Handwerker Magazin: Was war die größte Hürde, seit Ihrem Start und wie haben Sie diese gemeistert?

Ich würde sagen uns selbst treu zu bleiben. Man ist, besonders am Anfang versucht, unsicher zu sein und schnell Zweifel zu haben, ob die eigenen Ideen und die eigene Art und Weise Dinge zu tun auch wirklich greift. Viele Menschen geben Ratschläge oder auch die ein oder andere Bewertungen ab, dies kann einen wirklich sehr schnell unsicher machen, wenn man nicht stabil und sicher mit sich selbst und der Idee ist. Also würde ich sagen, das Selbstbewusstsein zu entwickeln Geschäftsführer zu sein, und diese Firma auf unsere ganz eigene spezielle Weise zu führen, war die bisher größte Aufgabe. Ich finde, wir habe diese super gemeistert.

der Handwerker Magazin: Sie haben ja zu Beginn große Investitionen getätigt, nach welcher Zeit hatten Sie den BreakEven Punkt erreicht? Und wie haben Sie das geschafft?

Der Break Even war nach drei Jahren geplant und das werden wir auch wunderbar schaffen. Und wie man das schafft? In dem man tut was man liebt und liebt was man tut. Das klingt plakativ und etwas kitschig, aber besser kann ich es wirklich nicht sagen.

der Handwerker Magazin: Welches sind Ihre größten Stützen in der Vermietung? Die regelmäßigen, kleineren Projekte oder die großen Events?

Das kann man so nicht entscheiden. Für uns ist jeder Kunde gleich wichtig, egal ob er immer wieder kommt oder nur einen Event bei uns veranstaltet. Der Zeit.Raum funktioniert nur mit beidem. Der große Wunsch von uns ist natürlich, dass alle Räume gut gebucht und regelmäßig ausgelastet sind, egal ob von einem oder 1000 Kunden. Wie finden Sie Ihre Kunden? Unsere Kunden sind überwiegend wunderbar, motiviert und begeisterungsfähig. Wir mögen Sie alle sehr. Es sind auch sogar schon Freundschaften entstanden, zwischen uns und den Kunden und auch den Kunden untereinander. Genau so wie wir es uns erträumt hatten. Wir sind sehr dankbar, dass der Zeit.Raum belebt wird durch wunderbare Menschen und deren Ideen. So sollte es sein und so ist es geworden.

der Handwerker Magazin: Würden Sie diesen Schritt im Rückblick nochmals tun? Und was würden Sie von Anfang an anders machen?

Den Zeit.Raum zu eröffnen, war die beste Idee die wir jemals hatten. Wir würden es auf jeden Fall noch einmal tun, und noch einmal mehr vielleicht. Was würden wir anders machen? Ich würde selbstsicherer sein, von Anfang an klarer kommunizieren und wissen was ich, wie will. Rückblickend sind ein paar Dinge langsamer, schwieriger und komplizierter gewesen, als es hätte sein können, und doch macht dieser Weg nun Sinn für uns. Vieles entwickelt sich eben gerade dadurch, dass es nicht nach Plan läuft. Die ungeplanten Dinge sind eben diese, an denen man wachsen darf. Ich denke das beste was man tun kann, nicht nur in der Selbstständigkeit sondern auch im Leben ist offen sein, für das was kommt. Manchmal ist das was außerhalb eines gemachten Planes passiert, so wundervoll und überraschend, dass man sich fragt, warum der Plan mal so wichtig war.

der Handwerker Magazin: Ganz herzlichen Dank liebe Frau Böhme!

Weitere Infos zum Projekt http://www.seminarzentrum-zeitraum.de

 

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